{"id":1500,"date":"2021-03-11T14:11:06","date_gmt":"2021-03-11T13:11:06","guid":{"rendered":"http:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/?page_id=1500"},"modified":"2026-01-20T13:01:53","modified_gmt":"2026-01-20T12:01:53","slug":"krankheitsbedingte-kuendigung-wichtige-hinweise","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/en\/krankheitsbedingte-kuendigung-wichtige-hinweise\/","title":{"rendered":"Termination due to illness \u2013 Important information"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-alle-informationen-ber-die-krankheitsbedingte-k-ndigung-antworten-auf-ihre-fragen\">Alle Informationen \u00fcber die krankheitsbedingte K\u00fcndigung &#8211; Antworten auf Ihre Fragen <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vermutlich lesen Sie diese Zeilen, weil Sie zuletzt aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nicht mehr richtig arbeiten konnten. Das hat Ihr Arbeitgeber wom\u00f6glich zum Anlass genommen, Ihnen nun ordentlich zu k\u00fcndigen. Oder eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung steht Ihnen bald bevor. Allzu verst\u00e4ndlich, dass die Situation Sie belastet und Sie nun nach verl\u00e4sslichen Informationen dar\u00fcber suchen, ob der Arbeitgeber \u00fcberhaupt das Recht hat, Ihnen zu k\u00fcndigen. Im Vordergrund d\u00fcrfte f\u00fcr Sie Frage stehen, wie Sie mit der <a href=\"https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/anwalt-kuendigung-arbeitsrecht\/\">K\u00fcndigung<\/a> umgehen sollten. Und ob vielleicht eine Abfindung m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Beitrag m\u00f6chte ich, <a href=\"https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/\">Anwalt f\u00fcr Arbeitsrecht in Hamburg<\/a>, Sie bestm\u00f6glich \u00fcber das Thema krankheitsbedingte K\u00fcndigung informieren. Sie erhalten unter anderem Hinweise dar\u00fcber,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>was die krankheitsbedingte K\u00fcndigung f\u00fcr Sie bedeutet,<\/li>\n\n\n\n<li>ob die K\u00fcndigung voraussichtlich wirksam ist,<\/li>\n\n\n\n<li>was Sie gegen die K\u00fcndigung tun k\u00f6nnen und<\/li>\n\n\n\n<li>ob Sie Anspruch auf eine Abfindung haben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Beitrag steckt sehr viel Wissen und Sorgfalt. Ich habe f\u00fcr Sie sehr viele Urteile recherchiert, damit Sie sich bestm\u00f6glich informieren k\u00f6nnen. Alle relevanten Urteile habe ich verlinkt. Ich lade Sie ein, zumindest bis zum praktischen Teil zu lesen. Dann werden Sie wissen, was Sie jetzt tun sollten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"container p-6 my-5 mx-auto border border-cta\">\n  <div class=\"flex flex-col sm:flex-row sm:items-center items-start mx-auto\">\n    <p class=\"flex-grow sm:pr-16 text-2xl font-medium title-font text-gray-500 sm:no-outer-space\">Haben Sie eine K\u00fcndigung erhalten? Wir unterst\u00fctzen Sie bei Ihrer K\u00fcndigung vollumf\u00e4nglich.<\/p><a class=\"btn-cta whitespace-nowrap no-outer-space\" href=\"\/anwalt-kuendigung-arbeitsrecht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ja, ich ben\u00f6tige einen Anwalt f\u00fcr K\u00fcndigungsschutz<\/a>\n  <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"toc\">\n<h3>Inhaltsverzeichnis<\/h3>\n<ol>\n<li><a href=\"#krankheitsbedingte_k\u00fcndigung_pr\u00fcfung\">So pr\u00fcfen Gerichte die krankheitsbedingte K\u00fcndigung von Arbeitnehmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#negative_gesundheitsprognose\">In diesen F\u00e4llen liegt eine negative Gesundheitsprognose vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#beeintr\u00e4chtigung_betrieblicher_interessen\">Zentrale Frage: Erhebliche Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen?<\/a><\/li><li><a href=\"#interessenabw\u00e4gung\">Interessenabw\u00e4gung muss zu Ungunsten des Arbeitnehmers ausfallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#eingliederungsmanagement\">Betriebliches Eingliederungsmanagement \u2013 Folgen des Unterlassens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#k\u00fcndigungsschutzklage_k\u00fcndigung\">Was Sie gegen die krankheitsbedingte K\u00fcndigung tun k\u00f6nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#klage_abfindung\">Wann eine Klage Sinn macht \u2013 die Sache mit der Abfindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#faq\">FAQs \u2013 H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"krankheitsbedingte_k\u00fcndigung_pr\u00fcfung\">Pr\u00fcfung: Krankheitsbedingte K\u00fcndigung von Arbeitnehmern<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung stellt einen Unterfall der ordentlichen personenbedingten K\u00fcndigung dar. Der Arbeitnehmer ist aus Gr\u00fcnden einer Erkrankung nicht mehr imstande, die von ihm verlangte Arbeit zu leisten. Sie m\u00fcssen immer dann an eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung denken, wenn es durch die Erkrankung und die damit verbundenen Ausfallzeiten zur <strong>erheblichen Beeintr\u00e4chtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers<\/strong> kommt. Die Erkrankung an sich spielt aber keine Rolle, wenn sie sich am Arbeitsplatz nicht auswirkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da es sich bei der krankheitsbedingten K\u00fcndigung um einen in der Regel nicht steuerbaren Sachverhalt handelt, ist eine <strong>vorherige <a href=\"https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/anwalt-abmahnung-arbeitsrecht\/\">Abmahnung<\/a> keine Wirksamkeitsvoraussetzung<\/strong> f\u00fcr eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung. Einige Instanzgerichte haben das aber zum Teil anders beurteilt, wenn Erkrankungen durch steuerbares Verhalten, zum Beispiel Einnahme von Medikamenten, beseitigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.arbeitsrecht-hessen.de\/rechtsprechung\/lag-hessen\/detailansicht\/artikel\/kuendigung-wegen-paranoia-erfordert-abmahnung.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">LAG Hessen, Urteil vom 18.03.2014 &#8211; 13 Sa 1207\/13<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie die personenbedingte K\u00fcndigung wird auch die Wirksamkeit der krankheitsbedingten K\u00fcndigung in drei Schritten gepr\u00fcft:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(1) Negative Gesundheitsprognose:<\/strong> Es muss eine negative Prognose hinsichtlich der Fortdauer der Arbeitsunf\u00e4higkeit vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(2) Erhebliche Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen:<\/strong> Durch die Ausfallzeiten und die noch zu erwartenden Ausfallzeiten muss eine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(3) Interessenabw\u00e4gung:<\/strong> Im Rahmen einer einzelfallbezogenen Interessenabw\u00e4gung ist zu pr\u00fcfen, ob die erheblichen betrieblichen Beeintr\u00e4chtigungen zu einer billigerweise nicht mehr hinnehmbaren Belastung des Arbeitgebers f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf jeder der genannten Pr\u00fcfungsstufen f\u00fcr die Wirksamkeit einer krankheitsbedingten K\u00fcndigung ergeben sich Fragen und Probleme. Ich zeige Ihnen nachfolgend die wichtigsten Ma\u00dfgaben der Rechtsprechung auf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"negative_gesundheitsprognose\">In diesen F\u00e4llen liegt eine negative Gesundheitsprognose vor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wirksamkeit einer krankheitsbedingten K\u00fcndigung setzt zun\u00e4chst einmal eine negative Gesundheitsprognose voraus. Der Arbeitgeber muss auf der Grundlage objektiver Tatsachen zu dem Ergebnis kommen, dass die Besorgnis weiterer krankheitsbedingter Ausfallzeiten im bisherigen Umfang begr\u00fcndet ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese objektiven Tatsachen sind in der Regel die <strong>Krankheitszeiten in der Vergangenheit<\/strong>, da dem Arbeitgeber regelm\u00e4\u00dfig keine anderen Daten zur Verf\u00fcgung stehen. Nach der Rechtsprechung haben die Ausfallzeiten in der Vergangenheit hinsichtlich der negativen Gesundheitsprognose keine unmittelbare Aussagekraft. Ihnen komme jedoch <strong>Indizwirkung f\u00fcr die Zukunftsprognose<\/strong> zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Rechtsprechung unterscheidet bei der Beurteilung, ob eine negative Gesundheitsprognose vorliegt, zwischen<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>h\u00e4ufigen Kurzerkrankungen,<\/li>\n\n\n\n<li>langandauernden Erkrankungen,<\/li>\n\n\n\n<li>dauernder Arbeitsunf\u00e4higkeit und<\/li>\n\n\n\n<li>krankheitsbedingte dauerhafte Leistungsminderung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-h-ufige-kurzerkrankung\">H\u00e4ufige Kurzerkrankung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch bei h\u00e4ufigen Kurzerkrankungen m\u00fcssen objektive Tatsachen gegeben sein, die den Schluss zulassen, dass Erkrankungen im bisherigen Umfang auch zuk\u00fcnftig auftreten werden. Die <strong>Kurzerkrankungen <\/strong>in den letzten Jahren sind dabei ein wesentliches <strong>Indiz <\/strong>dahingehend, dass auch in Zukunft mit einem \u00e4hnlichen Krankheitsverlauf zu rechnen ist. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitgeber gen\u00fcgt im Prozess seiner Darlegungs- und Beweislast, indem er die Krankheitszeiten in der Vergangenheit vortr\u00e4gt und behauptet, dass \u00e4hnliche Krankheitszeiten in der Zukunft zu erwarten sind. Sodann muss der Arbeitnehmer, gegebenenfalls durch die Entbindung seines Arztes von der Schweigepflicht, beweisen, weshalb seine Gesundheitsprognose im Zeitpunkt der K\u00fcndigung positiv war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitgeber dringt mit seiner krankheitsbedingten K\u00fcndigung hingegen nicht durch, wenn die <strong>Erkrankungen <\/strong>zum Zeitpunkt des Zugangs der K\u00fcndigung <strong>bereits ausgeheilt<\/strong> waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch wenn es sich nicht um Erkrankungen handelt, die einen <strong>einmaligen Charakter<\/strong> haben, wird der Arbeitgeber mit seiner krankheitsbedingten K\u00fcndigung nicht erfolgreich sein. Ebenso verh\u00e4lt es sich bei Erkrankungen, die auf <strong>einmaligen Ursachen<\/strong> wie einem Sportunfall mit Verletzungsfolge beruhen. Auch <strong>einmalige Gesundheitssch\u00e4den<\/strong>, die wom\u00f6glich demn\u00e4chst durch eine Operation behoben werden, rechtfertigen keine krankheitsbedingte K\u00fcndigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/2-azr-755-13\/?highlight=2+AZR+755%2F13\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 20.11.2014 &#8211; 2 AZR 755\/13<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite spielt es f\u00fcr die negative Prognose keine Rolle, ob den Erkrankungen <strong>unterschiedliche Krankheitsursachen<\/strong> zugrunde liegen. Hier das Bundesarbeitsgericht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbst wenn die Krankheitsursachen verschieden sind, k\u00f6nnen sie doch auf eine allgemeine Krankheitsanf\u00e4lligkeit hindeuten, die prognostisch andauert. [&#8230;] Das gilt auch dann, wenn einzelne Erkrankungen \u2013 etwa Erk\u00e4ltungen \u2013 ausgeheilt sind. Der Wegfall einzelner Erkrankungen stellt die generelle Anf\u00e4lligkeit nicht infrage. Anders verh\u00e4lt es sich mit Fehlzeiten, die auf einem einmaligen Ereignis beruhen.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/2-azr-755-13\/?highlight=2+AZR+755%2F13\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 20.11.2014 &#8211; 2 AZR 755\/13<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-langandauernde-erkrankung\">Langandauernde Krankheit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Unterschied zu h\u00e4ufigen Kurzerkrankungen gr\u00fcndet sich die negative Gesundheitsprognose bei einer langandauernden Erkrankung auf der Erkrankungsdauer. Der Arbeitnehmer muss bereits <strong>seit l\u00e4ngerer Zeit erkrankt<\/strong> sein. Die Erkrankungsdauer ist ein Indiz dahingehend, dass die Arbeitsunf\u00e4higkeit auch in der Zukunft fortdauern wird. Die Indizwirkung sah das Bundesarbeitsgericht im Fall einer seit <strong>\u00fcber 20 Monaten durchgehenden Arbeitsunf\u00e4higkeit<\/strong> als gegeben an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Ungewissheit \u00fcber die Wiederherstellung der Arbeitsf\u00e4higkeit steht dem Fall einer dauerhaften Leistungsunf\u00e4higkeit gleich, wenn in den <strong>n\u00e4chsten 24 Monaten nicht mit einer Genesung gerechnet<\/strong> werden kann. F\u00fcr einen Zeitraum von 24 Monaten kann der Arbeitgeber, so das Bundesarbeitsgericht, einen anderen Arbeitnehmer gem\u00e4\u00df \u00a7 14 Abs. 2 Satz 1 TzBfG befristet einstellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/2-azr-565-14\/?highlight=2+AZR+565%2F14\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 13.05.2015 &#8211; 2 AZR 565\/14<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von erheblicher Bedeutung ist in diesem Zusammenhang daher, dass die <strong>Wiederherstellung der Arbeitsf\u00e4higkeit in absehbarer Zeit nicht zu erwarten<\/strong> ist. Nur dann ist eine negative Gesundheitsprognose gerechtfertigt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-dauernde-arbeitsunf-higkeit\">Dauernde Arbeitsunf\u00e4higkeit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Fall einer dauernden Arbeitsunf\u00e4higkeit ist ohne weiteres von einer negativen Gesundheitsprognose auszugehen. Die negative Prognose ist nach dem Bundesarbeitsgericht in diesen F\u00e4llen &#8222;indiziert&#8220;. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch hier ist der Arbeitgeber nach den allgemeinen Grunds\u00e4tzen darlegungs- und beweisbelastet. Im Regelfall werden Arbeitgeber die dauernde Leistungsunf\u00e4higkeit nicht beweisen k\u00f6nnen. Vielmehr werden sie versuchen, eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung nach den Grunds\u00e4tzen der ungewissen langandauernden Erkrankung zu rechtfertigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/openjur.de\/u\/172196.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 12.07.2007 &#8211; 2 AZR 716\/06<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns cta-2 is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:40%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"779\" height=\"605\" src=\"https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Raphael_Lugowski_Hamza_Guelbas_Anwaelte.webp\" alt=\"\" class=\"wp-image-9489\" srcset=\"https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Raphael_Lugowski_Hamza_Guelbas_Anwaelte.webp 779w, https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Raphael_Lugowski_Hamza_Guelbas_Anwaelte-300x233.webp 300w, https:\/\/smart-arbeitsrecht.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Raphael_Lugowski_Hamza_Guelbas_Anwaelte-768x596.webp 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 779px) 100vw, 779px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:50%\">\n<p class=\"has-text-align-left has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Negative Gesundheitsprognose? Jetzt Chancen pr\u00fcfen \u2013 statt verlieren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere spezialisierten Anw\u00e4lte <strong>Raphael Lugowski<\/strong> und <strong><strong>Hamza G\u00fclbas<\/strong><\/strong> pr\u00fcfen Ihre K\u00fcndigung und beraten Sie pers\u00f6nlich zu Ihren Rechten. Mit langj\u00e4hriger Erfahrung im K\u00fcndigungsschutzrecht vertreten wir Sie bundesweit \u2013 auch bei schwieriger Krankheitsprognose.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"buttons-block flex flex-wrap justify-center mt-12\"> <a class=\"btn-cta mr-0 sm:mr-3 text-dark\" href=\"tel:+4940524717830\"> <i class=\"fa fa-phone mr-2\"><\/i> Jetzt anrufen <\/a> <a class=\"btn-cta mr-0 sm:mr-3 text-dark\" href=\"\/kontakt\/\"> <i class=\"fa fa-envelope mr-2\"><\/i> Kostenfreie Ersteinsch\u00e4tzung<\/a><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"beeintr\u00e4chtigung_betrieblicher_interessen\">Erhebliche Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Arbeitsunf\u00e4higkeitszeiten des Arbeitnehmers muss es zu erheblichen Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen gekommen sein. In Betracht kommen insofern<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(1)<\/strong> Betriebsablaufst\u00f6rungen und<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(2)<\/strong> wirtschaftliche Beeintr\u00e4chtigungen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-das-sind-betriebsablaufst-rungen\">Das sind Betriebsablaufst\u00f6rungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Betriebsablaufst\u00f6rungen<\/strong> sind dann geeignet, eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung zu tragen, wenn es zu schwerwiegenden St\u00f6rungen im Produktionsprozess kommt, denen nicht durch zumutbare \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahmen begegnet werden kann. Vor allem bei h\u00e4ufigen kurzfristigen Ausf\u00e4llen k\u00f6nnen solche St\u00f6rungen auftreten. <strong>Beispiele:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Produktionsausf\u00e4lle<\/li>\n\n\n\n<li>R\u00fcckgang der Produktion<\/li>\n\n\n\n<li>Notwendigkeit der Einarbeitung von Ersatzpersonal<\/li>\n\n\n\n<li>\u00dcberlastung von Personal<\/li>\n\n\n\n<li>Abzug von Personal aus anderen Bereichen<\/li>\n\n\n\n<li>Mittelbare Wirkung auf andere Arbeitsbereiche<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn diese St\u00f6rungen nicht durch m\u00f6gliche und zumutbare \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahmen verhindert werden k\u00f6nnen, sind sie im Grundsatz geeignet, eine K\u00fcndigung zu rechtfertigen. Als <strong>\u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahmen <\/strong>kommen insbesondere in Betracht die Einstellung von Aushilfskr\u00e4ften sowie der Einsatz einer Personalreserve. Sind solche \u00dcberbr\u00fcckungsm\u00f6glichkeiten vorhanden, kann nicht von einer erheblichen Betriebsablaufst\u00f6rung die Rede sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gerade im Bereich der h\u00e4ufigen Kurzerkrankungen wird die Einstellung von Aushilfskr\u00e4ften aufgrund der Kurzfristigkeit der krankheitsbedingten Ausf\u00e4lle nur selten als \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahme in Betracht kommen. Anders sieht es hingegen bei langandauernden Erkrankungen aus, da der Arbeitgeber hier mehr Planbarkeit hat und durch (befristete) Einstellung einer Ersatzkraft die Betriebsablaufst\u00f6rungen einschr\u00e4nken oder vermeiden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/research.wolterskluwer-online.de\/document\/ecaf6b0a-baaa-440c-9b18-4ef0527882a8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 16.02.1989 &#8211; 2 AZR 299\/88<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-erhebliche-beeintr-chtigungen-durch-wirtschaftliche-belastungen\">Erhebliche Beeintr\u00e4chtigungen durch wirtschaftliche Belastungen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anerkannt ist zudem, dass auch wirtschaftliche Belastungen eine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung der betrieblichen Interessen darstellen k\u00f6nnen. Solche Belastungen f\u00fchren dann zu einer erheblichen Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen, wenn auf der Grundlage der bisherigen negativen Gesundheitsprognose <strong>Entgeltfortzahlungskosten von j\u00e4hrlich mehr als sechs Wochen zu erwarten<\/strong> sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/2-azr-755-13\/?highlight=2+AZR+755%2F13\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 20.11.2014 &#8211; 2 AZR 755\/13<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Arbeitgeber eine <strong>Personalreserve <\/strong>vorh\u00e4lt, um krankheitsbedingte Ausfallzeiten aufzufangen, ist dies nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts zu seinen Gunsten zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz Vorliegens erheblicher betrieblicher Beeintr\u00e4chtigungen ist ein K\u00fcndigungsgrund aufseiten des Arbeitgebers nicht immer gegeben. Denkbar sind F\u00e4lle, in denen der Arbeitgeber den Arbeitnehmer im Unternehmen auf einen <strong>leidensgerechten Arbeitsplatz<\/strong> umsetzen kann, sodass keine betrieblichen Beeintr\u00e4chtigungen mehr eintreten. Dies ist Ausfluss Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeitsgrundsatzes, der das gesamte K\u00fcndigungsrecht durchdringt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"interessenabw\u00e4gung\">Interessenabw\u00e4gung zu Ungunsten des Arbeitnehmers<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der dritten Stufe der Pr\u00fcfung der Wirksamkeit der krankheitsbedingten K\u00fcndigung ist eine Interessenabw\u00e4gung vorzunehmen. Hier pr\u00fcfen die Arbeitsgerichte, ob f\u00fcr den&nbsp; Arbeitgeber die festgestellten erheblichen betrieblichen Beeintr\u00e4chtigungen aufgrund der Besonderheiten des Einzelfalls noch hinnehmbar sind oder zu einer \u00dcberforderung f\u00fchren. Im Rahmen der Interessenabw\u00e4gung sind alle wesentlichen Umst\u00e4nde des Falles zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-betriebliche-ursache-als-krankheitsgrund\">Betriebliche Ursache als Grund f\u00fcr Krankheit<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">An eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung sind besonders strenge Ma\u00dfst\u00e4be zu stellen, wenn die <strong>Erkrankung eine betriebliche Ursache<\/strong> hat. Ein besonders anschauliches Beispiel hierf\u00fcr ist der unverschuldete Betriebsunfall, der sich nur deshalb ereignet hat, weil der Arbeitgeber seinen insofern bestehenden Schutz- und F\u00fcrsorgepflichten nicht nachgekommen ist. Gleiches gilt f\u00fcr eine bestehende Berufskrankheit, an die sich eine langandauernde Arbeitsunf\u00e4higkeit oder h\u00e4ufige Kurzerkrankungen anschlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-st-rungsfreier-verlauf-des-arbeitsverh-ltnisses\">St\u00f6rungsfreier Verlauf des Arbeitsverh\u00e4ltnisses<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Interessenabw\u00e4gung ist insbesondere auch von Bedeutung, ob das Arbeitsverh\u00e4ltnis bisher st\u00f6rungsfrei verlaufen ist. Weitere wichtige Aspekte im Rahmen der Interessenabw\u00e4gung sind<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>das Alter des Arbeitnehmers,<\/li>\n\n\n\n<li>sein Familienstand,<\/li>\n\n\n\n<li>Unterhaltsverpflichtungen und eine ggf. vorhandene<\/li>\n\n\n\n<li>Schwerbehinderung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/lexetius.com\/2007,4176\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 08.11.2007 &#8211; 2 AZR 292\/06<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-zumutbarkeit-von-berbr-ckungsma-nahmen-durch-arbeitgeber\">Zumutbarkeit von \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahmen durch Arbeitgeber<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dieser Pr\u00fcfungsebene erstreckt sich der Umfang der Begutachten durch das Arbeitsgericht au\u00dferdem auch darauf, ob dem Arbeitgeber trotz erheblicher betrieblicher Beeintr\u00e4chtigungen <strong>weitergehende \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahmen<\/strong> zumutbar sind. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn der Arbeitgeber eine Personalreserve vorh\u00e4lt, werden ihm in der Regel weniger \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahmen zuzumuten sein. Anders k\u00f6nnte die Frage hingegen zu beurteilen sein, wenn der Arbeitgeber \u00fcber keine Personalreserve verf\u00fcgt. Dann k\u00f6nnte der Arbeitgeber weitergehend verpflichtet sein, durch organisatorische Ma\u00dfnahmen oder Beschaffung von (weiterem) Ersatzpersonal die Ausf\u00e4lle zu kompensieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/research.wolterskluwer-online.de\/document\/d9591d21-5ca9-412e-aaf3-9aef98739de8\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 06.09.1989 &#8211; 2 AZR 19\/89<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-versetzung-auf-leidensgerechten-arbeitsplatz\">Versetzung auf leidensgerechten Arbeitsplatz<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Arbeitgeber sind verpflichtet, im Fall von krankheitsbedingten Ausf\u00e4llen zu pr\u00fcfen, ob eine Versetzung des Arbeitnehmers an einen Arbeitsplatz infrage kommt, wo sich seine Erkrankung nicht weiter auswirkt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung kommt nur dann f\u00fcr den Arbeitgeber infrage, wenn auch bei einer Besch\u00e4ftigung an anderer Stelle mit weiteren Erkrankungen zu rechnen ist. Vorrangig ist aber zu pr\u00fcfen, ob der Arbeitnehmer auf einen &#8222;leidensgerechten Arbeitsplatz&#8220; umgesetzt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/5-azr-162-09\/?highlight=5+AZR+162%2F09\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 19.05.2010 &#8211; 5 AZR 162\/09<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-st-rungen-und-hohe-entgeltfortzahlungskosten\">St\u00f6rungen und hohe Entgeltfortzahlungskosten<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn neben Betriebsablaufst\u00f6rungen der Arbeitgeber auch mit<strong> hohen Entgeltfortzahlungskosten<\/strong> belastet ist, sind dies Umst\u00e4nde, dies sein Interesse an einer Beendigung st\u00e4rken. Auch au\u00dfergew\u00f6hnlich hohe Entgeltfortzahlungskosten sind bei der Interessenabw\u00e4gung zugunsten des Arbeitgebers zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"eingliederungsmanagement\">Betriebliches Eingliederungsmanagement bei einer krankheitsbedingten K\u00fcndigung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn die Arbeitsunf\u00e4higkeit<strong> innerhalb eines Jahres l\u00e4nger als sechs Wochen <\/strong>bestand, ist der Arbeitgeber verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement zu f\u00fchren. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Arbeitsunf\u00e4higkeit ununterbrochen oder wiederholt im genannten Umfang eingetreten ist. Der Arbeitgeber ist dann nach <a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/sgb_9_2018\/__167.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00a7 167 Abs. 2 SGB IX <\/a>verpflichtet, unter Beteiligung der Arbeitnehmervertretung und Ihrer Person zu pr\u00fcfen,<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>wie die Arbeitsunf\u00e4higkeit \u00fcberwunden werden kann,<\/li>\n\n\n\n<li>mit welchen Leistungen oder Hilfen einer erneuten Arbeitsunf\u00e4higkeit vorgebeugt<\/li>\n\n\n\n<li>und dadurch der Arbeitsplatz erhalten werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-keine-verpflichtung-zur-teilnahme-am-bem\">Keine Verpflichtung zur Teilnahme am bEM<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sind nicht dazu verpflichtet, am betrieblichen Eingliederungsmanagement teilzunehmen. Wenn Sie allerdings nicht teilnehmen, wird der Arbeitgeber nicht beurteilen k\u00f6nnen, wie Ihre Arbeitsunf\u00e4higkeit \u00fcberwunden und erneuter Arbeitsunf\u00e4higkeit vorgebeugt werden kann. Im Fall einer sich anschlie\u00dfenden krankheitsbedingten K\u00fcndigung wird der Arbeitgeber sich darauf berufen k\u00f6nnen, dass er seine Schuldigkeit getan hat. Denn er hat &#8211; zumindest dem \u00e4u\u00dferen Anschein nach &#8211; versucht, Ihnen die Hand zu reichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-keine-unwirksamkeit-der-k-ndigung-bei-fehlendem-bem\">Keine Unwirksamkeit der K\u00fcndigung bei fehlendem bEM<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rechtlich spannend ist die Situation, in der der Arbeitgeber ein betriebliches Eingliederungsmanagement nicht durchf\u00fchrt. F\u00fchrt dies zur unheilbaren Nichtigkeit der K\u00fcndigung? Nein, das ist nicht der Fall. Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung wird als Fallgruppe der personenbedingten K\u00fcndigung nach Ma\u00dfgabe von \u00a7 1 KSchG beurteilt. Das betriebliche Eingliederungsmanagements ist keine formelle oder materielle Wirksamkeitsvoraussetzung f\u00fcr die krankheitsbedingte K\u00fcndigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jedoch erh\u00f6hen sich f\u00fcr den Arbeitgeber die Anforderungen an die Darlegungs- und Beweislast. Dazu das Bundesarbeitsgericht:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\"><strong>Das betriebliche Eingliederungsmanagement ist kein blo\u00dfer Programmsatz.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-erh-hte-darlegungs-und-beweislast-beim-unterlassen-des-bem\">Erh\u00f6hte Darlegungs- und Beweislast beim Unterlassen des bEM<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Unterlassen des betrieblichen Eingliederungsmanagements kann sich der Arbeitgeber nicht darauf zur\u00fcckziehen, dass es keine der Erkrankung des Arbeitnehmers angemessenen Einsatzm\u00f6glichkeiten gegeben habe. Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung wird wie alle anderen K\u00fcndigungen auch am Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigkeit beurteilt. Das bedeutet, dass der Arbeitgeber darlegen muss, dass es keine milderen Mittel zur \u00dcberwindung der krankheitsbedingten St\u00f6rung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses gab als die K\u00fcndigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/10-azr-47-17\/?highlight=10+AZR+47%2F17\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 18.10.2017 &#8211; 10 AZR 47\/17<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterl\u00e4sst der Arbeitgeber das betriebliche Eingliederungsmanagement, muss er zus\u00e4tzlich die <strong>objektive Nutzlosigkeit des betrieblichen Eingliederungsmanagements<\/strong> darlegen. Hierzu das Bundesarbeitsgericht:<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Arbeitgeber hat vielmehr von sich aus denkbare oder vom Arbeitnehmer gegebenenfalls au\u00dfergerichtlich genannte Alternativen zu w\u00fcrdigen und im Einzelnen darzulegen, aus welchen Gr\u00fcnden weder eine Anpassung des bisherigen Arbeitsplatzes an dem Arbeitnehmer zutr\u00e4gliche Arbeitsbedingungen noch die Besch\u00e4ftigung auf einem anderen \u2013 leidensgerechten \u2013 Arbeitsplatz in Betracht kommen.<\/p>\n<cite><a href=\"https:\/\/www.bundesarbeitsgericht.de\/entscheidung\/2-azr-565-12\/?highlight=+2+AZR+565%2F12\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BAG, Urteil vom 20.03.2014 &#8211; 2 AZR 565\/12<\/a><\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-was-sie-f-r-sich-daraus-mitnehmen-k-nnen\">Was Sie f\u00fcr sich daraus mitnehmen k\u00f6nnen<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sie sehen also, dass die H\u00fcrde des Arbeitgebers bei Unterlassen eines betrieblichen Eingliederungsmanagements deutlich h\u00f6her wird. Sie sollten daher Zweifel an der Wirksamkeit Ihrer K\u00fcndigung haben, wenn der Arbeitgeber Ihnen kein Eingliederungsmanagement angeboten hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"k\u00fcndigungsschutzklage_k\u00fcndigung\">Was Sie gegen die krankheitsbedingte K\u00fcndigung tun k\u00f6nnen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung erhalten haben, Sind Ihre M\u00f6glichkeiten beschr\u00e4nkt. Im Prinzip reduzieren sich Ihre Optionen auf zwei Alternativen: (1) Sie k\u00f6nnen gegen die K\u00fcndigung nichts unternehmen. (2) Oder aber Sie legen eine K\u00fcndigungsschutzklage ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie gegen die krankheitsbedingte K\u00fcndigung nichts unternehmen, dann beendet sie das Arbeitsverh\u00e4ltnis zum vorgesehenen Termin. M\u00f6chten Sie sich gegen die K\u00fcndigung hingegen zur Wehr setzen, dann m\u00fcssen Sie <strong>K\u00fcndigungsschutzklage <\/strong>einlegen. Daf\u00fcr haben Sie nach Zugang der K\u00fcndigung <strong>nur drei Wochen Zeit<\/strong>. Danach k\u00f6nnen Sie nicht mehr mit Erfolg gegen die K\u00fcndigung vorgehen &#8211; das Gesetz unterstellt deren Wirksamkeit. Deswegen ist die Drei-Wochen-Frist eine der wichtigsten Anwaltsfristen im Arbeitsrecht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die K\u00fcndigungsschutzklage k\u00f6nnen Sie selbst bei der Rechtsantragsstelle des f\u00fcr Ihren Fall zust\u00e4ndigen Gerichts einlegen. Sie k\u00f6nnen sich aber auch durch einen Anwalt vertreten lassen. Dieser w\u00fcrde dann auch die K\u00fcndigungsschutzklage f\u00fcr Sie vorbereiten. Wie Sie sich hier entscheiden, ist vor allem eine Frage der Kosten und des Nutzens. Und nat\u00fcrlich Ihrer Interessen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Einlegung der K\u00fcndigungsschutzklage wird das Gericht einen Termin zur <strong>G\u00fcteverhandlung <\/strong>anberaumen. Dieser Termin dient dazu herauszufinden, ob Sie sich mit Ihrem Arbeitgeber g\u00fctlich einigen k\u00f6nnen. Ist das nicht der Fall, dann wird das Verfahren streitig weitergef\u00fchrt. Mit Schrifts\u00e4tzen, einer sich anschlie\u00dfenden Kammerverhandlung mit Urteil. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Einigung ist aber durchaus in jeder Phase des Verfahrens m\u00f6glich. Die Mehrzahl der K\u00fcndigungsschutzverfahren endet durch Vergleich und nicht durch Urteil &#8211; auch noch im Kammertermin. Und nicht selten erh\u00e4lt der Arbeitnehmer eine Abfindung.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"cta-1\">\n  <h3>Jetzt rechtzeitig handeln \u2013 <span class=\"orange-accent\">damit Sie nicht leer ausgehen.<\/span><\/h3>\n  <p><strong>Krankheitsbedingte K\u00fcndigungen m\u00fcssen nicht das Ende bedeuten.<\/strong><\/p>\n  <p><em>Unsere erfahrenen Anw\u00e4lte beraten Sie zu K\u00fcndigungsschutzklage, Abfindung und Wiedereingliederung. Wir pr\u00fcfen Ihre Chancen individuell und unterst\u00fctzen Sie bundesweit.<\/em><\/p>\n  <div class=\"buttons-block flex flex-wrap justify-center mt-12\">\n    <a class=\"btn-cta mr-0 sm:mr-3 text-dark\" href=\"tel:+4940524717830\">\n      <i class=\"fa fa-phone mr-2\"><\/i> Jetzt anrufen\n    <\/a>\n    <a class=\"btn-cta mr-0 sm:mr-3 text-dark\" href=\"\/kontakt\/\">\n      <i class=\"fa fa-envelope mr-2\"><\/i> Kostenfreie Ersteinsch\u00e4tzung\n    <\/a>\n  <\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"klage_abfindung\">Wann eine Klage gegen krankheitsbedingte K\u00fcndigung Sinn macht &#8211; die Sache mit der Abfindung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abschluss ben\u00f6tigen Sie noch einen Anhaltspunkt, wann es sich f\u00fcr Sie lohnt, gegen die krankheitsbedingte K\u00fcndigung vorzugehen. Nun, die Beantwortung dieser Frage ist nicht so leicht. Sie ist prim\u00e4r von Ihrer Interessenlage abh\u00e4ngig und damit h\u00e4ufig von einer wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung. In dem Fall, in dem Sie Ihren Arbeitsplatz auf keinen Fall verlieren m\u00f6chten, f\u00e4llt die Entscheidung leicht: Klagen Sie, wirtschaftliche Aspekte spielen keine Rolle f\u00fcr Sie.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-k-ndigungsschutzklage-auch-bei-beendigungswunsch-sinnvoll\">K\u00fcndigungsschutzklage auch bei Beendigungswunsch sinnvoll?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anders sieht es hingegen aus, wenn Sie innerlich bereits mit dem Arbeitgeber abgeschlossen haben. Die K\u00fcndigung einfach in Wirksamkeit erstarken zu lassen, kann f\u00fcr Sie eine teure Angelegenheit sein. Denn der Arbeitgeber wei\u00df schlie\u00dflich nichts von Ihrem Trennungswunsch. Er muss vielmehr davon ausgehen, dass Sie Ihren Arbeitsplatz zur\u00fcckerhalten m\u00f6chten. Hierauf ist eine K\u00fcndigungsschutzklage in Deutschland auch gerichtet &#8211; den Wiedererhalt des Arbeitsplatzes.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn Sie in dieser Situation keine K\u00fcndigungsschutzklage einlegen, verspielen Sie wom\u00f6glich viel Geld. Wie Sie sicher bereits wissen, haben Sie <strong>grunds\u00e4tzlich keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung<\/strong>. Trotzdem sind Vergleiche mit Abfindungszahlung beim Arbeitsgericht Gang und G\u00e4be. Die dahinter stehende Motivlage ist einfach: Der Arbeitgeber wei\u00df nicht zu 100 Prozent, ob seine K\u00fcndigung wirksam ist und das Arbeitsverh\u00e4ltnis daher beendet. Deshalb ist er bereit, sich hundertprozentige Gewissheit zu verschaffen. N\u00e4mlich durch die <strong>Zahlung einer Abfindung gegen rechtssichere Beendigung<\/strong> des Arbeitsverh\u00e4ltnisses.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"h-aussicht-auf-eine-abfindung-bei-krankheitsbedingter-k-ndigung\">Aussicht auf eine Abfindung bei krankheitsbedingter K\u00fcndigung<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abseits der klaren Konstellationen von wirksamer krankheitsbedingter K\u00fcndigung ist h\u00e4ufig Raum f\u00fcr eine Abfindung. Denn das Bundesarbeitsgericht entscheidet immer nur bestimmte F\u00e4lle. Liegt Ihr Fall nur etwas anders, kann dies weitreichende rechtliche Konsequenzen haben. Eine Klage macht aus diesem Grund unter Umst\u00e4nden auch dann Sinn, wenn Sie kein Interesse mehr daran haben, zur Arbeit zu erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob Sie mit Ihrer Angelegenheit einen Anwalt beauftragen oder das Verfahren in der ersten Instanz selbst f\u00fchren, ist eine <strong>Abw\u00e4gungsfrage<\/strong>. Ein Anwalt f\u00fcr Arbeitsrecht ist nicht g\u00fcnstig. Daf\u00fcr f\u00fchrt er das Verfahren von vorne bis hinten, befreit Sie von dem Stress und hat Verhandlungserfahrung. Die Kosten seiner Beauftragung d\u00fcrfte ein Anwalt im Regelfall einbringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"faq\">FAQs \u2013 H\u00e4ufig gestellte Fragen zur krankheitsbedingten K\u00fcndigung<\/h2>\n\n\n\n\n<div id=\"smart-column-block_cf05861a4388c10724a8d7d73a4719cc\" class=\"smart-column flex flex-col\">\n                                    <div class='mobile-even-row layout-column order-1 md:order-none' >\n                \n<div class=\"smart-container \" >\n    \n    <div class=\"flex flex-wrap   \">\n        \n                                            <div class=\"w-full lg:w-full \">\n                    <div class=\"h-full \">\n                        <div class=\"h-full p-1\">\n                        \n<div class=\"mx-auto\">\n            <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Was ist eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung im Arbeitsrecht?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung ist eine Form der personenbedingten K\u00fcndigung im Arbeitsrecht. Sie kommt in Betracht, wenn Erkrankungen zu erheblichen Ausfallzeiten f\u00fchren und dadurch betriebliche Interessen des Arbeitgebers nachhaltig beeintr\u00e4chtigt werden.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Welche Voraussetzungen m\u00fcssen f\u00fcr eine wirksame krankheitsbedingte K\u00fcndigung vorliegen?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Gerichte pr\u00fcfen regelm\u00e4\u00dfig drei Punkte: negative Gesundheitsprognose, erhebliche Beeintr\u00e4chtigung betrieblicher Interessen und eine Interessenabw\u00e4gung zulasten des Arbeitnehmers. Fehlt eine dieser Voraussetzungen, kann die K\u00fcndigung unwirksam sein.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Muss vor einer krankheitsbedingten K\u00fcndigung abgemahnt werden?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    In der Regel nicht. Da es sich um nicht steuerbares Verhalten handelt, ist eine Abmahnung normalerweise keine Wirksamkeitsvoraussetzung. Anders kann es liegen, wenn Erkrankungen durch steuerbares Verhalten beeinflusst werden k\u00f6nnten.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Welche Rolle spielt das betriebliche Eingliederungsmanagement?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    War der Arbeitnehmer innerhalb eines Jahres l\u00e4nger als sechs Wochen arbeitsunf\u00e4hig, muss der Arbeitgeber grunds\u00e4tzlich ein betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten. Ein fehlendes bEM macht die K\u00fcndigung nicht automatisch unwirksam, erh\u00f6ht aber die Anforderungen an die Darlegungslast des Arbeitgebers.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Was sollten Arbeitnehmer tun, wenn sie gek\u00fcndigt wurden?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Wenn Sie gek\u00fcndigt wurden, m\u00fcssen Sie innerhalb von drei Wochen K\u00fcndigungsschutzklage erheben, sofern Sie sich wehren m\u00f6chten. Andernfalls gelten K\u00fcndigungen rechtlich als wirksam, selbst wenn sie angreifbar w\u00e4ren.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Ist eine Abfindung nach krankheitsbedingter K\u00fcndigung m\u00f6glich?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Eine Abfindung ist m\u00f6glich, aber nicht automatisch geschuldet. H\u00e4ufig wird sie im Rahmen eines Vergleichs vor dem Arbeitsgericht vereinbart, wenn die Wirksamkeit der K\u00fcndigung rechtlich unsicher ist.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Kann ein Aufhebungsvertrag eine Alternative zur K\u00fcndigung sein?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Ein Aufhebungsvertrag kann eine Alternative sein, sollte aber nur nach rechtlicher Pr\u00fcfung unterschrieben werden. Er kann Auswirkungen auf Sperrzeiten und den Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Besteht bei Krankheit ein Anspruch auf Krankengeld?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Nach Ende der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber kann ein Anspruch auf Krankengeld bestehen. Ob und ab wann gezahlt wird, h\u00e4ngt von den sozialrechtlichen Voraussetzungen und der Krankenkasse ab.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Gelten im \u00f6ffentlichen Dienst Besonderheiten?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Im \u00f6ffentlichen Dienst k\u00f6nnen zus\u00e4tzliche Regelungen aus Tarifrecht und besonderen Besch\u00e4ftigungsbedingungen relevant sein. Die Grundpr\u00fcfung der krankheitsbedingten K\u00fcndigung folgt jedoch ebenfalls den Ma\u00dfst\u00e4ben des Arbeitsrechts.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n                    <div class=\"mb-4\">\n            <div class=\"faq-question flex items-center justify-between bg-gray-200 pl-3 pr-2 py-3 w-full rounded text-gray-600 font-bold cursor-pointer hover:bg-gray-300\">\n                Wo kann ich rechtliche Hilfe erhalten?                <span class=\"h-6 w-6 flex items-center justify-center text-teal-500\"><i class=\"fa-add\"><\/i><\/span>\n            <\/div>\n            <div class=\"faq-answer hidden p-3\">\n                <div class=\"text-gray-600 mb-3\">\n                    Wenn Sie Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen, ist ein fr\u00fcher Kontakt sinnvoll, damit Fristen gewahrt und die Strategie (Klage, Vergleich, Abfindung) gepr\u00fcft werden kann.                <\/div>\n            <\/div>\n        <\/div>\n\n            <\/div>\n\n    <script type=\"application\/ld+json\">\n    {\n        \"@context\": \"https:\/\/schema.org\",\n        \"@type\": \"FAQPage\",\n        \"mainEntity\": [\n            {\n    \"@type\": \"Question\",\n    \"name\": \"Was ist eine krankheitsbedingte K\u00fcndigung im Arbeitsrecht?\",\n    \"acceptedAnswer\": {\n        \"@type\": \"Answer\",\n        \"text\": \"Die krankheitsbedingte K\u00fcndigung ist eine Form der personenbedingten K\u00fcndigung im Arbeitsrecht. 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